Letale Acrodermatitis (LAD)

Im Oktober 2012 bin ich auf das Tagebuch von Fuzzi & Ilse gestoßen. Zwei kleine süße Zinker die Schwerkrank sind, Claudia & Christiane haben sich ihrer angenommen und es sich zur Aufgabe gemacht ihnen ein Mega schönes Leben zu bereiten und um sie zu Kämpfen trotz der Krankheit LAD.

Fuzzi ist leider im Juni 2014 verstorben ( machs gut kleiner tapferer Mann) klein Ilse bricht inzwischen alle Rekorde und hat ihren 6 Geburtstag gefeiert. Ich wünsch ihr von ganzem Herzen noch viele schöne Jahre

Seit Oktober 2016 ist der kleine Cedric bei Claudia & Ilse + Rudel... und im März 2017 kam noch die kleine Luzie dazu.

Aktuelles von den Zinkern findet ihr bei Zink Pink.

Ich finde Eure Arbeit an den Zinkern echt Klasse und ziehe den Hut vor Euch.

Ein ganz liebes Danke das ich Euren Text und die Bilder verwenden darf.

 

Gott sei Dank haben wir jetzt ändlich seit dem 15.01.2018 einen LAD-Gentest und Laboklin bietet den LAD-Gentest seit dem 18.04.2018 an. So das man jetzt als Züchter die Möglichkeit hat auf LAD zu testen und dementsprechend die Verpaarung zu wählen ( Frei & Frei , Frei & Träger) .

Was ist LAD?

Letale Akrodermatitis. Die betroffenen Tiere werden auch Zinker genannt. Es handelt sich um ein tödlich verlaufendes Syndrom. Die Tiere sind viel zu klein für ihr Alter. Der Begriff „Akrodermatitis" ist ein Sammelbegriff für entzündliche Hauterkrankungen. Die Haut dieser Tiere weist eine Hyperkeratose auf, darauf siedeln sich Pilze, Bakterien und gerne auch Demodex-Milben an und sorgen für weitere entzündliche Prozesse.

Oft haben die Tiere Kieferdeformationen, manche haben ein sogenanntes Schlangengebiss, dadurch ist die Aufnahme von Trockenfutter problematisch. Futter muss nass und eher breiig sein. Die Tiere haben Probleme mit der Wärmeregulierung. Ein Pullöverchen ist notwendig. Viele Tiere haben Durchfall. (Unsere Zwei hatten lt. des abgebenden Pärchens damit auch Probleme, bis jetzt ist das Problem bei uns noch nicht aufgetreten.) Die Nägel sind sehr brüchig. Oft ist das Nagelbett entzündet.

Die Fellfarbe wirkt oft wie ausgewaschen.

Die Lebenserwartung ist gering. Die meisten Tiere versterben im ersten Lebensjahr. Es gibt einige, wenige Tiere, die ein paar Jahre alt werden. Der Zinkstoffwechsel ist gestört und leider kann das Zink nicht einfach substituiert werden.

 

Quelle Bullterrier in Not

 

 

 

Erkrankung

Die Letale Akrodermatitis ist gekennzeichnet durch Hautläsionen an den Füßen und im Gesicht, die zu Entzündungen aufgrund sekundärer Infektionen mit Malassezien oder Candida neigen. Dies wird durch eine Immunschwäche aufgrund von IgA-Mangel noch gefördert. Die Hautläsionen führen außerdem zu einer Hyperkeratose der Fußballen und zur Deformation der Nägel. Zudem leiden betroffene Tiere unter Durchfall und Lungenentzündungen. Die Symptome zeigen sich in den ersten Lebenswochen. Betroffene Welpen gedeihen schlechter als ihre Wurfgeschwister und sterben oft im Laufe der ersten beiden Jahre.

 

Rassen

Bull Terrier und Miniatur Bull Terrier

 

Erbgang

autosomal-rezessiv

 

Autosomal rezessiver Erbgang

Für jedes Merkmal liegen im Genom zwei Kopien vor. Je eine Kopie erhält das Tier von seinem Vater und eine von seiner Mutter. Wird ein Merkmal autosomal-rezessiv vererbt bedeutet dies, dass ein Tier nur erkrankt, wenn es je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen, selbst aber nicht unbedingt erkrankt sein.


Es existieren drei Genotypen:

1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieses Tier trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an der Krankheit zu erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

2. Genotyp N/mut (heterozygoter Träger): Dieses Tier trägt eine Kopie des mutierten Gens. Es hat ein extrem geringes Risiko an der Krankheit zu erkranken, gibt die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an seine Nachkommen weiter. Ein solches Tier sollte nur mit einem mutations-freien Tier verpaart werden.

3. Genotyp mut/mut (homozygot betroffen): Dieses Tier trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an der Erbkrankheit zu erkranken. Es gibt die Mutation zu 100% an seine Nachkommen weiter und sollte nur mit mutations-freien Tieren verpaart werden.


Träger geben die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind (25%).
Die Existenz von Trägern in einer gesunden Population erhöht die Variabilität des gesamten Genpools, weshalb diese nicht kategorisch von der Zucht ausgeschlossen werden sollten. Eine Verpaarung sollte jedoch immer nur mit mutations-freien Tieren erfolgen, so dass keine homozygot betroffenen Tiere entstehen können.

 

Quelle: Labogen    

 

 

https://www.facebook.com/vondenDeichwiesen/?ref=bookmarks
Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2013-2018 von-den-Deichwiesen.de