Larynxparalyse (auch Kehlkopflähmung genannt)

+++ neu bei Labogen: Genuntersuchung auf Larynxparalyse (LP) (Kehlkopflähmung) beim Bull Terrier und Miniatur Bull Terrier +++

Bei den Rassen Bull Terrier und Miniatur Bull Terrier konnten Forscher der Universität in Bern eine Genvariante identifizieren, welche einen genetischen Hochrisikofaktor für eine frühe Form der Larynxparalyse (LP) (Kehlkopflähmung) darstellt. Homozygot betroffene Hunde haben ein erhöhtes Risiko für LP, welche sich u.a. in Atemnot oder Erstickungsanfällen äußern kann. Deshalb sollten Verpaarungen so geplant werden, dass mindestens einer der Verpaarungspartner als „frei“ getestet wurde, um homozygot betroffene Welpen möglichst zu vermeiden.

Der Gentest auf Larynxparalyse ist ab sofort bei Labogen unter der Leistungsnummer 8361 verfügbar!

Bei Rückfragen steht unser Team zur Verfügung!

 

Quelle Labogen

 

Erkrankung

Bei einer Larynxparalyse (auch Kehlkopflähmung genannt) werden die Atemwege durch gelähmte Stimmfalten eingeengt, was zu Atemnot führen kann. Zu den typischen klinischen Symptomen gehören eine eingeschränkte Bewegungstoleranz, progressiver laryngealer Stridor, Beeinträchtigungen der Stimme, Atemnot und Kollaps. Bei den Rassen Bull Terrier und Miniatur Bull Terrier konnte eine Variante gefunden werden, welche einen genetischen Hochrisikofaktor für eine frühe Form der Larynxparalyse bei diesen beiden Rassen darstellt. Homozygot betroffene Hunde haben ein 23-fach erhöhtes Risiko für Larynxparalyse.

 

Rassen

Bull Terrier und Miniatur Bull Terrier

 

Erbgang

autosomal-rezessiv

 

Autosomal rezessiver Erbgang

Für jedes Merkmal liegen im Genom zwei Kopien vor. Je eine Kopie erhält das Tier von seinem Vater und eine von seiner Mutter. Wird ein Merkmal autosomal-rezessiv vererbt bedeutet dies, dass ein Tier nur erkrankt, wenn es je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen, selbst aber nicht unbedingt erkrankt sein.


Es existieren drei Genotypen:

1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieses Tier trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an der Krankheit zu erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

2. Genotyp N/mut (heterozygoter Träger): Dieses Tier trägt eine Kopie des mutierten Gens. Es hat ein extrem geringes Risiko an der Krankheit zu erkranken, gibt die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an seine Nachkommen weiter. Ein solches Tier sollte nur mit einem mutations-freien Tier verpaart werden.

3. Genotyp mut/mut (homozygot betroffen): Dieses Tier trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an der Erbkrankheit zu erkranken. Es gibt die Mutation zu 100% an seine Nachkommen weiter und sollte nur mit mutations-freien Tieren verpaart werden.


Träger geben die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind (25%).
Die Existenz von Trägern in einer gesunden Population erhöht die Variabilität des gesamten Genpools, weshalb diese nicht kategorisch von der Zucht ausgeschlossen werden sollten. Eine Verpaarung sollte jedoch immer nur mit mutations-freien Tieren erfolgen, so dass keine homozygot betroffenen Tiere entstehen können.

 

Quelle: Labogen    

 

 

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